#35: Angst vor der Angst – Wie du aus dem Angstkreislauf herauskommst

Shownotes

Stell dir vor, du stehst mitten im Supermarkt, das Herz rast, der Atem stockt und eine Woche später traust du dich nicht mehr hin. Nicht, weil der Supermarkt gefährlich ist, sondern weil du Angst vor der Angst hast.

Rico erklärt, warum dein Körper dich eigentlich schützen will, es aber paradoxerweise schlimmer macht. Und warum kleine Schritte und Unterforderung der Schlüssel sind, um aus diesem Angstkreislauf herauszukommen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen bei der Energiefeldtherapeut.

00:00:03: Dein Podcast für mehr innere Stärke und Lebensqualität.

00:00:08: Ich bin Rico Brunner und zeige dir im Gespräch mit die Zianer, wie verletzte oder funktionierende Energiefelde dein Leben beeinflussen.

00:00:17: Freu dich auf spannende Einblicke und echte Fallbeispiele.

00:00:23: Stell dir vor, du stehst mitten im Supermarkt, der Korb in deiner Hand, das Herz rast, der Atem stockt, Panik.

00:00:30: Eine Woche später traust du dich nicht mehr hin.

00:00:32: Nicht weil der Supermarkt gefährlich ist, sondern weil du Angst vor der Angst hast.

00:00:36: Wie entsteht das und wie kommst du da wieder raus?

00:00:39: Genau darum geht es heute.

00:00:40: Ich bin Tiziana und gemeinsam mit Energiefaertherapeut Rico Brunner sprechen wir über die Angst vor der Angst.

00:00:47: Hallo, lieber Rico!

00:00:48: Und bleiben wir auch direkt bei diesem konkreten Beispiel.

00:00:51: Nennen wir sie Lisa und sie hatte letzte Woche ihre erste Panikattacke mitten im Einkaufszentrum.

00:00:57: Jetzt, eine Woche später, soll sie wieder einkaufen gehen.

00:01:00: Und schon beim Gedanken daran wird ja übel.

00:01:03: Was passiert da gerade mit ihr?

00:01:06: Danke für dieses Beispiel, liebe Dizianer.

00:01:09: Lisa befindet sich gerade in einer Situation, die ich in meiner Praxis als Energiefeldtherapeut sehr häufig sehe.

00:01:15: Aus meiner Sicht entwickelt Lisa eine Angst vor der Angst.

00:01:20: Und das ist, wenn man überfordert ist mit einer Situation und die Überforderung so stark wird, dass man beginnt vor der Überforderung Angst zu bekommen.

00:01:34: Freinfahrt erklärt heißt das Stufe eins ist, ich habe Angst.

00:01:39: Ich komme in eine Situation, habe Angst bin überfordert.

00:01:42: Und wenn diese Angst weiter wächst, dann komme ich in Stufe zwei hinein, wo ich beginne Angst zu haben vor der Situation, die mir Angst macht.

00:01:54: Das heißt, um mich selbst zu schützen, bekomme ich dann Angst ins Einkaufszentrum zu gehen und weil ich merke, dass ich da Angst habe.

00:02:04: Und das genau ist, Lisa passiert, sie hatte Angst im Einkaufszentrum, möchte diese Erfahrung nicht mehr machen und daraus bildet sich dann die Angst vor der Angst.

00:02:15: Es ist eigentlich auch eine Form von Selbstschutz, das aber sich nicht so gut anfühlt.

00:02:21: Das heißt, ihr Körper will sie eigentlich schützen, macht es aber paradoxerweise schlimmer, da die Angst da nicht mehr nur in der Situation kommt, sondern grundsätzlich überall ausgelöst werden kann?

00:02:33: Ja, kann man so sagen und hat auch damit zu tun, dass unser System, unser Körper, wenn er Angst hat, diese Angst nicht mehr differenzieren kann, er kann die Angst nicht mehr wahrnehmen oder unterscheiden als Ja, das ist jetzt eine nicht-schlimme Angst, das ist jetzt eine schlimme Angst.

00:02:51: Und dadurch sind die Ängste, die man hat und die Ängste vor den Ängsten, sind ein real, wie wenn man wo runterfällt.

00:03:00: Und das ist dann vor allem auch schwierig für Menschen, die nicht betroffen sind, die, ich sag mal, dann Lisa belächeln würden und sagen, ja, aber einkaufen zu gehen, kann jetzt ja nicht so ein Problem sein, jetzt geht er einfach hin, kauft auch einfach ein.

00:03:13: Aber das funktioniert nicht, wenn die Angst so groß wird.

00:03:16: dass man sogar Angst hat, sich dem Problem zu stellen und das Problem dadurch gar nicht mehr angehen kann.

00:03:22: Und du meintest ja, dass diese Angst vor der Angst, diese Steigerung, eine Steigerung nochmal ist.

00:03:27: Gibt es da einen Moment, wo es dann kippt, vielleicht im Energiefeld oder im Leben, dass man selber dann merkt, okay, das ist jetzt keine normale Angst mehr, es geht jetzt in diese Steigerung?

00:03:40: Also, der Kippmoment, der ist da eigentlich bei Ängsten.

00:03:44: kommt er in den meisten Fällen, außer wenn es ein Angstereignis ist, kommt er wie schleichend.

00:03:49: Und dazu müssen wir ein wenig die Angst auseinandernehmen.

00:03:54: Angst ist eigentlich nichts anderes als eine Überfordung mit einer Situation.

00:03:59: Und die Überfordung mit der Situation ist so groß, dass man ratlos ist, handlungsumfähig ist, überfordert ist mit der Handlung.

00:04:08: und diese Gefühle von Ohnmacht lösen dann diese Ängste aus.

00:04:12: Und die Angst ist eigentlich von unserem System eine Möglichkeit, dass wir uns nicht in eine Situation hineingeben, die uns überfordert, denn überforderte Situationen können gefährlich sein.

00:04:24: Und darum haben wir Angst davor.

00:04:27: Und mit Überforderung meinst du es, also wir haben ja öfter in den letzten Folgen mathematische Gleichung gemacht.

00:04:34: Und die Überforderung wäre dann so, dass die Situation von der Summe her größer ist, als das System bearbeiten kann.

00:04:42: Ja genau, das könnte jetzt bei Lisa sein, dass sie vielleicht sogar noch Angst hat zu kochen, dass sie das falsch macht, dass sie noch vielleicht für jemanden einkaufen wollte, dadurch unsicher ist, dass vielleicht da noch viele Leute gehabt hat, sie nicht gerade gefunden hat, was sie gesucht hat, dann großen Stress bekommen hat.

00:04:59: und noch einmal war die Angst da.

00:05:02: Die Angst,

00:05:03: die

00:05:03: Überforderung, ja.

00:05:04: Und Lisa hat dann, also sie denkt dann nicht, oh, ich habe Angst vor dem Supermarkt, sondern ich habe Angst, dass die Angst wieder kommt im Supermarkt.

00:05:12: Genau, das kommt dann aber erst als zweites, wo dann, ich sage mal, Lisa mit der Angst noch den Einkauf abschließen kann, völlig agitiert ist, wieso sie jetzt Angst hat und vielleicht noch eine leichte Panikattacke gehabt hat, mit dem nicht umgehen kann, das unerwartet gekommen ist, dann geht sie nach Hause, muss eine Woche später wieder einkaufen und merkt, währenddem sie die Einkaufsliste schreibt, dass sie Angst hat, einkaufen zu gehen.

00:05:38: Und das ist so diese Angst vor der Angst, weil sie Angst hat.

00:05:42: wenn sie auch für Einkaufen geht und im Einkaufszentrum steht, dass sie dann wieder diese Ängste bekommt, die sie das letzte Mal bekommen hat.

00:05:49: Und das ist eigentlich über Forderungen, die steigern, sich steigern, die größer werden und wo wir uns dann richtigerweise auch wieder vorschützen.

00:05:59: Also, ich nehme jetzt ein extremes Beispiel, jetzt jemand sagt, ich habe Angst, ohne Seilberg zu steigen, dann würde man auch sagen, ja, das ist ja vernünftig.

00:06:09: Und wenn dann jemand sagt, ich habe Angst, da hinzufahren an diesem Berg, weil ich da ohne Seil bergsteige, dann würde man auch sagen, ja du bist vernünftig.

00:06:17: Also die Angst vor der Angst scheint ja immer dann nur ein Problem zu sein, wenn von außen betrachtet die Problemstellung für viele Menschen kein Problem ist.

00:06:30: Und darum ist die Angst vor dem Einkaufen als Beispiel von Lisa eine Angst, die viele Menschen nicht verstehen, weil sie diese Probleme nicht haben.

00:06:40: und Mir fällt einfach auf, auch in der Praxis, dass die Angst vor der Angst sind, meistens Themen, die für viele Leute handelbar sind, aber für die Menschen, die betroffen sind, ein riesiges Problem darstellen.

00:06:54: Und die werden dann auch oft nicht verstanden.

00:06:56: Und man sagt dann so nach dem Motto, ja, jetzt mach's doch einfach und dann kommt schon gut, weil es kann ja nicht passieren.

00:07:05: Aber bei der Angst geht's ja nicht um die Handlung, sondern um die Überforderung.

00:07:08: Da zieht man sich zurück.

00:07:10: und versucht sich zu schützen in Form, dass man eine Angst bildet.

00:07:14: Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass für den Körper ist Angst Angst, also unabhängig davon, ob es ja nicht rational ist und ob jetzt die Angst durch Bergsteigen oder durch den Einkauf für den Körper ist das ja das gleiche Gefühl und somit auch genauso schlimm.

00:07:30: Absolut und und.

00:07:31: Und das ist auch für Menschen, die Angst haben, sehr schwieg, weil sie auch merken, sie haben jetzt Angst in einer Situation, wo sie keine haben sollten.

00:07:40: Aber die Empfindung ist, wie du auch richtig sagst, Angst kann lebensbedrohlich sein in einem Kaufzentrum, dass man einen schigen Herzenfakt bekommt, weil die Angst so groß

00:07:51: ist,

00:07:52: weil man überfordert ist.

00:07:53: Und das ist etwas, was man sehr oft auch unterschätzt.

00:07:57: Du hast am Anfang noch etwas gesagt, was ich sehr interessant fand.

00:07:59: Du meintest, zuerst entsteht die Angst, und dann ist ja der nächste Schritt ist dann die Angst vor der Angst.

00:08:06: welche dann auch zu einer Panikattack leiten kann oder die Panikattack kommt davor, bedeutet das, dass das dann auch deswegen schwerer ist zu lösen.

00:08:17: Also ich könnte die Angst überwinden, aber die Angst vor der Angst bleibt, weil sie tiefer ist.

00:08:23: Weil sie tiefer ist und weil mich eigentlich die Angst vor der Angst schützt, dass ich mich mit etwas auseinandersetze, das für mich oder das bei mir Angst auslöst.

00:08:36: Und jetzt nehme ich nochmal das Bergsteigen, wenn ich Angst habe, wohin zu fahren und dann da Berg zu steigen, weil ich Angst habe, dass ich da dann verunglücke.

00:08:46: Dann habe ich ja Angst vor der Situation, bin ja noch nicht drin.

00:08:51: Und das schützt mich dann, dass ich eigentlich eher überlebe.

00:08:54: Ja.

00:08:54: Und beim Bergsteigen ist das jedem klar und denkt man so, ja klar, das ist ja auch gefährlich.

00:09:00: Und beim Einkaufen denken man so, ich habe das nicht gefährlich, wieso habe ich dann Angst.

00:09:04: Vor der Angst, aber die Angst folgt einem Mechanismus und keine Logik.

00:09:09: Und darum ist Angst eigentlich immer etwas Unlogisches, wo man ein fälschlicherweise, wie gesagt, denkt, ja, überwindet sein, ist ja kein Problem.

00:09:19: Okay, wir haben jetzt zwei Beispiele, einmal Bergsteigen, einmal Supermarkt.

00:09:22: Beim Bergsteigen könnte man sagen, die Konsequenz ist, dass man stirbt.

00:09:26: Also ist die Angst quasi gerechtfertigt.

00:09:31: Muss denn im Supermarkt etwas besonders oder muss die Angst besonders traumatisch gewesen sein, damit dieser Schutzmechanismus überhaupt getriggert wird?

00:09:41: Aus meiner Sicht muss nichts passieren.

00:09:43: Es braucht eigentlich nur die Voraussetzung, dass das System geschwächt ist.

00:09:49: Und wenn ein System geschwächt ist oder mit dem Widerstand, mit dem Druck im Außen nicht umgehen kann, dann entstehen automatisch Ängste.

00:09:57: Und darum gibt es auch Leute, was mich persönlich so fasziniert, die Die Freiklimber, wenn ich das jetzt richtig ausspreche, die nur mit dem Kreidesäcklein und in den kurzen Hosen, mit dem T-Shirt Berge hochkraxeln, ohne Seil, ohne nichts.

00:10:12: Und die sind in dem Bereich mental extrem stark und haben dadurch aus meiner Sicht wahrscheinlich auch nicht wirklich große Ängste.

00:10:20: Da haben die die Zuschauer mehr Ängste.

00:10:22: Also Angst ist, hat immer damit zu tun, wie stark bin ich in einer Situation?

00:10:27: und bin ich genügend stark, habe ich keine Angst?

00:10:30: und bin ich Nicht genügend stark, dann entsteht eine Angst, um mich zu schützen.

00:10:35: Und das spielt dann nicht mehr eine Rolle, ob es als Lebensbedrohligist oder nicht, weil das Prinzip ist, Überforderung, gleich Angst.

00:10:43: Ja, und zurück zur mathematischen Rechnung.

00:10:46: Wenn das System stark ist, dann kann die Angst auch groß sein.

00:10:50: Und man schafft es trotzdem.

00:10:52: Und wenn mein System eher schwach ist, dann ist vielleicht eine kleinere Inheckensituation eine Überforderung.

00:10:59: Ja genau, darum ist es auch so schwierig zu sagen, diese Angst ist jetzt legitimiert, um Angst zu haben und diese Angst ist jetzt eine Bagatelle, da sollte man keine Angst haben.

00:11:10: Das ist wie etwas, was man nicht sagen kann, weil Menschen, die Angst haben oder Panik haben und Angst vor Angst haben, die sind in einer Notsituation drin.

00:11:20: Das muss man sehr ernst nehmen, weil wenn man es nicht ernst nimmt, man in der Regel bei den Menschen diese Angst weiter verstärkt und weiter Probleme auslöst.

00:11:29: Wenn jetzt jemand zuhört und sich fragt, könnte das bei mir auch sein, gibt es da Wahnsignale, wo jeder so testen kann, ob man so weit ist?

00:11:39: Ja, ich würde das aber noch kurz gerne von einer anderen Seite anschauen.

00:11:43: Es ist normal, Angst vor der Angst zu haben.

00:11:47: Das hat jeder von uns in gewissen Bereichen, wenn wir uns beobachten, der Rande hat es all zwei, drei Monate, der Rande hat es einmal in der Woche, der Dritte hat es einmal im Jahr.

00:11:57: Aber Angst vor der Angst zu haben ist normal, Ängste zu haben ist normal.

00:12:02: Ich glaube, da geht es mehr darum, sich versuchen, stark zu machen und sich versuchen, den Ängsten zu stellen.

00:12:09: Und daran eigentlich, wie Kraft zu finden, diese Angst vor der Angst zu überwinden und die Angst dann auch im nächsten Schritt zu überwinden, dass man, ich sage mal, vielleicht nicht angstfrei wird.

00:12:25: Aber so stark ist, dass die Ängste, die nicht mehr die Kontrolle haben, sondern dass ich mir die Kontrolle über mein Leben selber zurückhole, weil ich der Angst nicht mehr diesen großen Raum gebe.

00:12:39: Und das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, dass man der Angst vor der Angst versucht, nicht zu einem großen Raum zu geben, damit sie nicht so dominiert und man sich mehr auf die eigene Stärke fokussieren und auch beziehen kann.

00:12:56: Ich glaube, das ist ein guter Schritt, alleine diese Angst vor der Angst nicht als Feind zu sehen oder kommt sie wieder, sondern primär zu sagen, okay, das ist ein Schutzmechanismus.

00:13:05: Das ist primär eigentlich gut.

00:13:07: Mein Körper, meine Psyche möchte mich schützen.

00:13:10: Genau.

00:13:11: Jedoch ist es wichtig, dass ich die Kontrolle habe irgendwie.

00:13:13: Also, dass es nicht mein Leben beeinflusst.

00:13:15: Genau, da geht es darum, wie die Ballers zu finden.

00:13:19: Und ich glaube, so provokativ könnte man sagen, wenn jetzt jemand zu mir kommt und sagt, ich habe Ängste.

00:13:24: Ich habe Angst vor der Angst, dann würde ich sagen, super, du fühlst und du spürst und jetzt bist du überfordert.

00:13:30: Jetzt müssen wir schauen, dass die Überforderung weggeht, dass du Ängste hast, ist normal.

00:13:34: Das haben alle Menschen, das gehört zum Leben dazu, wenn man Neues macht, oder man überfordert ist, oder man orientierungslos ist.

00:13:41: Und jetzt muss man lernen, so zu leben, dass die Ängste eben nicht zu einem großen Raum einnehmen und nicht zu dominieren.

00:13:48: Und ich merke heute oft, dass man so in einem Zustand leben will, wo es darum geht.

00:13:53: Nach dem Motto, ich bin intakt, ich habe keine Ängste, mir geht es immer gut und ich habe immer alles im Griff.

00:14:00: Das ist für mich ein Fantasiezustand.

00:14:02: Der richtige Zustand eines Menschen ist, dass er alle Gefühle hat von Freude, Trauer, Hilflosigkeit, Ängste, manchmal auch eine kleine Panikattacke, aber dass er wie so im Leben steht, dass er damit umgehen kann.

00:14:18: dass er weiß, was muss ich machen, wenn ich stark überfordert bin, wenn ich starke Ängste habe und eigentlich die Kraft hat, da herauszukommen.

00:14:25: Und die Kunst ist nicht keine Probleme zu haben, sondern die Kunst ist, das Handwerkszeug und die Kraft zu haben, egal was es ist, das überwinden zu können und somit nicht von der Angst vor der Angst beherrscht und außer Kraft gesetzt zu werden.

00:14:45: In der letzten Folge haben wir ja schon intensiv über Ängste im Allgemeinen gesprochen.

00:14:49: Und da haben wir ja auch festgestellt, dass Ängste, was ganz normales sind und Teil unseres Lebens sind und die ja auch gut sind.

00:14:57: Und das Gleiche geht ja auch dann mit der Angst vor der Angst.

00:15:00: Das ist Teil des Menschenseins und ein Schutzmechanismus.

00:15:05: Und wahrscheinlich, wenn wir die... Entschuldigung nochmal... Wenn wir die dann überwinden, dann macht uns das wahrscheinlich dann auch stärker, oder?

00:15:13: Ja, und wenn wir jetzt die Evolution anschauen, wenn ich mich jetzt betrachte, wo ich ein kleiner Junge war, da hatte ich viele Ängste, die ich heute nicht mehr habe.

00:15:22: Und so geht es auch wahrscheinlich dir und den Zuhöreren.

00:15:26: Wir lernen ja unsere Ängste überwinden.

00:15:30: Also sagen wir mal, wo ich klein war, hatte ich wahrscheinlich, da mag ich mich jetzt nicht erinnern, aber ich gehe davon aus, das erste Mal, wo ich alleine zugefahren bin, hatte ich wahrscheinlich Angst.

00:15:39: Steige ich in den richtigen Zug rein, habe ich ein Billett gelöst.

00:15:42: schaffe ich das Billett zu lösen.

00:15:43: Und dann habe ich diese Angst überwundenen Billett gelöst, bin zugefahren, eine Erfahrung gemacht, Stärke gewonnen, das zweite Mal war es weniger schlimm.

00:15:52: Also das ist wie überwinden Ängste jeden Tag.

00:15:55: Und jemand, der sagt, er hat keine Ängste, der spürt sich nicht und der ignoriert sich selber.

00:16:02: Jetzt kann es natürlich sein, dass man nicht rumläuft und sagt, ja, ich habe Ängste den ganzen Tag Angst, aber wenn sich jemand beobachtet, dann wird jeder merken, dass er in gewissen Situationen Angst hat und das ist auch normal und auch gesund.

00:16:15: Denn die Angst erhöht, die Aufmerksamkeit macht mich wachsam und optimiert somit eigentlich meine Ressourcen.

00:16:23: Erst wenn sie dann noch größer wird, werde ich dann gelähmt und handlungsunfähig.

00:16:30: Ja, das ist ein sehr guter Punkt.

00:16:31: Also wie ein Computerspiel.

00:16:33: Immer wenn man neues Level erreicht hat, ist man fähig mehr Sachen zu machen.

00:16:39: Genau.

00:16:40: Die ewige unendliche Entwicklung bewirkt, dass man, wenn man den richtigen Weg geht, immer stärker wird, immer komplexere Probleme lösen kann, immer schwieriger Situationen handeln kann, weil man einfach am Leben wächst und seinen Weg geht und stärker wird.

00:16:56: Und dann sind Ängste und Angst vor der Angst zu haben, auf einmal nicht mehr eine Drohkolisse, sondern eh zu saß auf dem Weg als nächster Schritt gelöst werden muss.

00:17:07: Sehr gut, Rico.

00:17:07: Dann gehen wir mal zurück zum Beispiel mit Lisa.

00:17:11: Sie steht jetzt vor dem Supermarkt und ihr Herz rast schon und sie denkt, was wenn es wieder passiert?

00:17:16: Sie dreht sich um und geht nach Hause.

00:17:18: War das der richtige Weg, die Situation zu verlassen?

00:17:22: Ich glaube, es war nicht der falsche Weg.

00:17:26: Was ich einfach sagen kann, ist, dass wirklich Angst zu haben ist eine Überforderung.

00:17:30: Und Überforderungen kann man nur mit Unterforderung begegnen.

00:17:34: Wenn jetzt Lisa vor dem Supermarkt umdreht und heimgeht und sie nie mehr an Supermarkt geht, dann war es ein Fehler.

00:17:41: Wenn sie aber sagt, okay, ich habe Angst hineinzugehen und ich gehe jetzt einmal im Tag, laufe ich zum Supermarkt hin.

00:17:47: Wenn ich da bin, drehe ich wieder um.

00:17:49: Das mache ich jetzt mal eine Woche jeden Tag.

00:17:52: Bis sie dann merkt, sie hat keine oder wenig Angst an Supermarkt hinzugehen.

00:17:57: Und dann kann sie sagen, und dann gehe ich hinein für fünf Minuten.

00:18:01: Das mache ich wieder eine Woche jeden Tag.

00:18:03: bis ich mich auch daran gewöhnt habe und so Schritt für Schritt eigentlich beginnt, die Ängste zu überwinden, weil sie so kleine Schritte macht, dass sie sich dadurch nicht bedroht fühlt und die Angst handeln kann.

00:18:17: Also es geht es darum, Angst zu überwinden heißt, es in kleine Schritte aufzuschlüsseln, Supo zu portionieren, dass es verarbeitet werden kann.

00:18:26: Somit ist die Unterforderung der Schlüsse quasi, also Schritt für Schritt, immer mehr Sachen machen?

00:18:34: Ja, weil eine Überforderung oder einen Push, dass man jemand sagt, ja, du kannst das, du schaffst das, das kann sein, dass er dann mit Motivation eine Angst überwinden kann.

00:18:45: Aber das wird das Ganze in den allermeisten Fällen, wenn es wirklich eine Angst ist, wird es das verschlimmert und zum Teil auch noch dramatisieren.

00:18:53: Und Überforderungen darf man nie mit Aktion begegnen.

00:18:59: Überforderungen darf man nie begegnen.

00:19:01: Indem das man Druck ausübt, weil das das Ganze wie verstärkt.

00:19:06: Könnten wir vielleicht Schritt für Schritt einmal durchgehen bei diesem Beispiel?

00:19:09: Also Schritt eins wäre, Lisa schreibt sich eine Einkaufsliste.

00:19:15: Zum Beispiel schritt, sie schreibt sich eine Einkaufsliste und schaut, wie sie sich dabei fühlt.

00:19:20: Und wenn sie merkt, ja, das geht, ich habe ja aber Angst, Einkaufen zu gehen, dann würde ich sagen, okay, dann mach doch den nächsten Schritt.

00:19:26: und wenn sie auf halbem Weg umdreht, Dann würde ich sagen, wow, ich gratuliere dir, du hast einen halben Weg geschafft zum Einkaufszentrum.

00:19:33: Jetzt geh doch morgen wieder den halben Weg oder den vierten Weg.

00:19:36: Und dann machst du das so lange, bis aus dem vierten Weg ein halber Weg wird, ein dreiviertel Weg wird, ein ganzer Weg wird, bis du ein Fuß ins Zentrum setzt, der zweite Fuß.

00:19:47: Und so muss man es aus meiner Sicht aufbauen, vereinfacht gesagt.

00:19:52: Und das kann man grundsätzlich auf die meisten Situationen anwenden.

00:19:55: Wenn man blockiert ist, dann will man zu viel.

00:19:58: Man überfordert sich und erstarrt dadurch.

00:20:02: Und das ist wirklich der Schlüssel, um Ängste zu überwinden.

00:20:05: Macht kleine Portionen, habt Mut, euch zu unterfordern.

00:20:09: Und dann werdet ihr den Genieber, das nützt ja nichts.

00:20:12: Und genau dieses, das nützt ja nichts, ist die Portion, die ihr verarbeiten könnt und wo ihr daran wachsen könnt.

00:20:20: Und woran merkt man dann?

00:20:21: oder woran merkt dann Lisa, dass sie bereit ist für den nächsten Schritt?

00:20:24: Weil unangenehm wird es dann trotzdem sein, wahrscheinlich den nächsten Schritt zu machen.

00:20:28: Genau, es sollte bei Ängsten eigentlich eine Kombination sein, dass man schaut, dass man innerlich stärker wird, dass man von dieser Zeit das Problem auch löst.

00:20:39: Es geht aber auch darum, dass man Schritte macht, die so klein sind, dass man die Kraft hat, sie zu überwinden.

00:20:46: Und wenn sie die Kraft nicht hat, sie zu überwinden, die Angst und sie zu stark blockiert ist, dann ist das ein Zeichen, dass sie zu viel machen will und dass es darum nicht funktioniert.

00:20:57: Und die großen Hürden zu nehmen, wo man Ängste hat und man es doch überwindet, so den Heldenebos, das funktioniert nur dann, wenn man ganz stabil, ganz stark ist und man dann in einer großen Angst ist und man hat alles, was man braucht, dann kann man diese große Angst überwinden.

00:21:16: Aber wenn man überfordert ist, funktioniert, der hält nicht, das überwinden nicht und dann muss man kleine Portionen machen.

00:21:23: Dann lieber etwas länger in einem Schritt bleiben, bis man da wirklich fit ist und dann kann man erst zum nächsten Schritt gehen.

00:21:30: Genau und auch hier gilt, man kann sich auf den Kopf stellen, dieser Prozess wird nicht schneller gehen.

00:21:35: Man kann sich jeden Tag aufregen, dass man nicht einkaufen gehen kann oder man kann es akzeptieren, sich nicht unter Druck setzen und eins ums andere machen und dann ist man vielleicht in zwei, drei Monaten wie die Fähige einkaufen zu gehen.

00:21:49: Und dann hat man, fünf Jahre später schaut man zurück und sagt, ich konnte mal drei Monate nicht einkaufen, aber das spielt keine Rolle, weil ich hab's überwunden.

00:21:58: Und wenn man sich nicht stellt, dann wird man's nie überwinden, weil von alleine gehen Ängste in der Regel nicht weg.

00:22:04: Dieser Plan ist eher so ein langfristiger Plan, wie man langfristig und nachhaltig eine Angst überwindet.

00:22:11: Was kann ich aber heute tun?

00:22:13: Das Leben spielt ja immer anders, als man denkt.

00:22:16: Was ist, wenn ich in einer Situation bin, die ich jetzt überwinden muss?

00:22:20: Gibt es etwas, was ich jetzt konkret tun kann, um mein System zu beruhigen?

00:22:26: Da gibt es sicher verschiedene Dinge, die man tun kann, aber man muss da wirklich realistisch sein.

00:22:32: Menschen, die stabil sind, die können in Angstsituationen mit Übungen sich selber kontrollieren.

00:22:42: Menschen, die stabil sind, die können Ängste überwinden, die können schwierige Situationen meistern, die können sich sagen, okay, ich habe Angst, ich mache es trotzdem.

00:22:52: Das können Menschen, die stabil sind und Menschen, die nicht stabil sind.

00:22:56: Wenn man die gleichen Übungen macht, die stabilen Menschen helfen, dann verschlimmert man bei denen ihre Situation massiv.

00:23:04: Man macht mehr kaputt, als dass man repariert und als dass man hilft, weil sie nicht an dem Punkt sind.

00:23:13: wo es funktioniert und ich mache ein Beispiel das ist wie jemand sitzt in einem Rally Auto, fährt ein Bergpass rauf und ist am Limit mit der Geschwindigkeit, mit dem Bremsen und fährt hart am Limit und alles kommt gut an.

00:23:34: Der kann das überwinden, weil ein gutes Auto hat, weil er richtig fahren kann und dann fährt jemand.

00:23:39: mit einem Auto in Bergrennen, das nicht dafür gemacht ist, wo die Bremsen nicht richtig funktionieren.

00:23:45: Das Lenkrad-Hartspiel, die Pnöse sind schlecht und er ist kein guter Fahrer.

00:23:49: Und dann sagt man ihm, ja, geh ins Limit, vertraue dir, vertraue dem Auto, vertraue einem Können.

00:23:55: Und das funktioniert alles nicht, weil es nicht vorhanden ist.

00:23:58: Und da muss man wirklich auch bei Übungen, beim Überwinden, muss man zuerst die Differenzial oder differenzieren.

00:24:07: Hat der Mensch die Stabilität, die Ängste zu überwinden?

00:24:11: Wenn es sie hat, dann darf man auch mal, ich sage mal als Freund oder Bekannter oder Mitstreiter jemandem einen schönen Tritt in Po geben und sagen, du schaffst es, egal, auch wenn du Angst hast, ziehst durch, geht den Weg.

00:24:25: Das kann man bei jemandem machen, der stabil ist.

00:24:28: Wenn man das bei jemandem macht, der nicht stabil ist, dann wird man den traumatisieren und der wird dadurch fast ein wenig zerstört werden.

00:24:36: Leider diese Übungen für kurzfristige Dinge, für Menschen, die stabil sind, geeignet, Menschen, die nicht stabil sind und dadurch andere Ängste haben.

00:24:45: Für die ist das aus meiner Sicht nicht ratzum das zu machen, weil sie sich, wenn es funktioniert, aufpuschen, aber dann umso tiefer fallen, weil die Stabilität nicht da ist, das Ganze zu verarbeiten.

00:24:59: Da muss man aus meiner Sicht vorsichtig sein und gibt es dann leider auch in der Regel.

00:25:04: nicht den schnellen Weg.

00:25:06: Dann kann für eine Person, die etwas stärker ist, die richtige Übung sein, einmal eine Atemübung und in den Supermarkt reinzugehen.

00:25:14: Für eine andere Person ist die beste Lösung, um zu drehen und nach Hause zu gehen und das ganz langsam mit einer Einkaufsliste oder erst mal mit Online-Bestellung versuchen.

00:25:24: Ja, genau.

00:25:24: Und das ist auch ganz wichtig.

00:25:26: Denn Überforderung ist auch eine Form von Selbstzerstörung, wenn man sie zu stark auslebt, zu stark unter Druck setzt.

00:25:33: Und wie gesagt, wenn man stabil ist, dann kann man Ängste überwinden, weil man, ich sage mal, mit dem Kopf durch die Wand kann.

00:25:41: oder man kann es einfach machen, weil man stark ist und dann verschwindet die Angst.

00:25:46: Und wenn du die Stabilität nicht hast, dann wird es immer schlimmer.

00:25:49: Und das muss man wirklich beachten.

00:25:52: Und da wird aus meiner Sicht auch viel Fehler gemacht, dass dann die Ängste langfristig sehen, viel schlimmer und größer werden, weil man mit Druck gearbeitet hat, mit Überwindung anstelle von Jetzt.

00:26:04: fahr doch mal langsam, schalten, gehen, rett du.

00:26:07: Gib die Zeit wieder, dich in deine Stärke hineinbegeben zu können, damit du dann die Kraft hast, Angst zu überwinden.

00:26:14: Also Druck und Stress entzünden quasi das Energiefett oder die Situation für die Angst.

00:26:23: Genau.

00:26:24: Vorausgesetzt, man ist nicht stark genug.

00:26:26: Wenn man stark genug ist, kann man Druck händeln.

00:26:29: Und das ist so ... Wenn ein Seil belastbar ist mit fünfhundert Kilogramm, dann kann ich alles hinhängen, was bis fünfhundert Kilogramm ist.

00:26:38: Und wenn ein Seil belastbar ist bis zehn Kilogramm, dann kann ich nur Dinge hinhängen, die nicht schwer als zehn Kilogramm sind.

00:26:46: Und da muss man wirklich schauen, wie stark ist jemand belastbar, wie groß ist die Überforderung?

00:26:52: und wenn bei jemandem alles funktioniert, dann finde ich auch ein Astrid okay, wie man so schön sagt im Volksmund.

00:26:58: Und wenn aber jemand zu wenig stabil ist und dadurch nicht so in seiner Kraft ist, dann darf man das auf keinen Fall machen, weil man den Menschen damit eigentlich ins Unglück hineintreibt.

00:27:09: Obwohl man fälschlicherweise meint, dass man hilft.

00:27:13: Ich finde das gerade sehr wichtig, dieses Thema.

00:27:14: Deswegen würde ich das ein bisschen konkretisieren.

00:27:17: Also vielleicht zurück zu der Frage, die ich vorhin gestellt hatte.

00:27:20: Also wenn jetzt jemand zuhört und sagt, das könnte ich sein, wie ... Oder gibt es Wahnsignale, um zu schauen, ich bin doch noch nicht so stabil, ich brauche kleinere Schritte oder ich darf mir einen Aarstritt geben.

00:27:37: Also ich glaube, man kann sagen, ein Aarstritt ist so, ich habe Angst vor etwas, dann überwinde ich die Angst, indem ich es mache, dann nimmt die Angst leicht zu, dann habe ich Erfolgserlebnisse und dann beginnt die Angst zu verschwinden.

00:27:55: Das heißt, wenn ich in eine Angst hineingehe und die Angst kurz zunimmt und dann weggeht, dann bin ich genügend stark und dann kann ich den Weg gehen, dann kann ich mir auch selbst mal einen A-Strick geben und sagen so, reiß dich zusammen, das machst du jetzt.

00:28:10: Wenn du aber in die Angst hineingehst und du merkst, es wird schlimmer, die Angst geht tiefer, der Stress nimmt zu und du gehst weiter und es wird noch mal schwieriger und es kommen noch andere Ängste dazu.

00:28:25: dann umdrehen, weil dann stimmt der Zeitpunkt nicht.

00:28:28: Und wenn der Zeitpunkt nicht stimmt, um man zu schwach ist, dann können daraus dann auch Panikattacken entstehen.

00:28:35: Und das sollte man verhindern.

00:28:38: Zum Abschluss vielleicht noch mal so viele, die uns zuhören, die haben vielleicht noch nie eine Panikattacke gehabt.

00:28:45: Kannst du einmal kurz erklären, was eine Panikattacke und wie das mit der Angst, vor der Angst zusammenhängt?

00:28:52: Also eine Panikattacke... kann man sagen, oder ich beschrei mal die Angst.

00:28:58: Die Angst ist so ein Gefühl, wo man hat, ein flaues Gefühl im Magen, vielleicht im Herz noch ein komisches Gefühl, in den Gedanken hat man Überforderungen, wo die Fuß sind.

00:29:12: Die Angst sind dann auch nicht so greifbar, man sagt, ich fühle mich nicht gut, aber ich weiß jetzt, wovor ich Angst habe, das sind so die, sagen wir mal, die Ängste, die dann auch intensiviert werden können.

00:29:23: Und eine Panikattacke könnte man sagen, ist so wie die Angst beginnt sich zu verkrampfen.

00:29:29: Das ist wie mit einem Muskelkrampf zu vergleichen.

00:29:31: Und diese Verkampfung ist dann so stark, dass ich vor Angst gelähmt bin.

00:29:37: Und da mich dadurch in einer Panikattacke befinde, wo das Gefühl der Angst so viel schwieriger wird und so viel stärker wird, dass ich handlungsunfähig werde.

00:29:50: Und dann entweder erstarr ich, oder ich gehe in den Fluchtmodus und renne einfach davon.

00:29:55: Das ist so die Panik.

00:29:57: Und die Panik kann ich haben in einer Angst drin.

00:30:01: Ich nehme nochmals der Kletter, der während dem Kletter auf einmal erstarrt, nicht mehr weiter kommt.

00:30:08: Das kann eine Panikattack sein, das kann aber auch sein, dass ich im Einkaufszentrum bin und auf einmal bleibe ich stehen oder setze mich hin und beginne zu weinen.

00:30:17: einfach weil ich Handlungsumfähig bin.

00:30:20: Ich habe so große Angst, dass ich nicht mal aus dem Einkaufszentrum rausrennen kann, weil mich das blockiert.

00:30:26: Ausricht renne natürlich in Panik raus, aber dann werde ich alle Leute umrennen, weil es für mich persönlich ums Überleben geht.

00:30:35: Die Panik ist eigentlich wie eine Steigerung, eine Potenzierung von Angst, die sich dann auch oft körperlich manifestiert, indem man auch körperlich extrem angespannt ist.

00:30:47: sehr viel Stress hat, Atem verändert sich, der Herzschlag verändert sich auf ein Maß, wo man einen Riesenstress bekommt.

00:30:56: Kann man es noch mit anderen Worten sagen, dass die eine Panikartage quasi die Spitze von einer Überforderung ist, wo das ganze System dann dicht macht?

00:31:06: Ja, also die Panikartag ist dann schon das letzte Notfallzeichen, wo man sagt, ja jetzt ist die Angst so groß, dass eigentlich all die Hütte brennt.

00:31:16: Lichtlow, jetzt ist Panik angesagt.

00:31:20: Das ist eigentlich die Panik-Attacke.

00:31:21: Und nach der Panik-Attacke käme dann, würde dann draußen, wenn sie nicht aufhört, würde dann eine Traumatisierung daraus entstehen.

00:31:28: Rico, ich habe doch nochmal zum Schluss noch eine Frage.

00:31:30: Könntest du vielleicht eine Erfolgsgeschichte aus deiner Praxis erzählen?

00:31:34: Also jemand, der genau da war, wo vielleicht viele unserer Zuhörer gerade sind und es dann geschafft hat?

00:31:41: Mache ich gerne, das war ein Klienten, ich ... über zwei, drei Jahre begleitet habe.

00:31:47: Vielleicht waren es auch vier.

00:31:48: Das ist schon eine Weile her.

00:31:50: Das war sehr spannend.

00:31:52: Das war ein sehr starker Mann, sehr stark sozial engagiert, sehr sensibel.

00:32:00: Und irgendwie ist der so in der Angstschlaufe hineingekommen.

00:32:04: Und er hat dann begonnen, immer mehr Ränche zu machen, bis er dann Angst gehabt hat, rauszugehen, Angst in den Restaurants, Angst zur Arbeit zu gehen, Angst zu fliegen.

00:32:14: Angst zu reißen.

00:32:16: Und an dem Punkt ist er zu mir gekommen und ich habe eine Doppelstrategie bei ihm gefahren.

00:32:21: Auf der einen Seite habe ich seine Energien gestärkt, dass er widerstandsfähigeres Elenter wurde und habe mit ihm genau diese Technik angewendet, dass er begonnen hat, Dinge zu versuchen, ohne sich zu überfordern.

00:32:35: Da haben wir mit viel Geduld gemacht.

00:32:36: und das Schönste war für mich dann, nach drei oder nach vier Jahren ist er dann mit seiner Partnerin dann auf Amerika geflogen und hat da wunderschöne Ferien verbracht, hatte dann keine Flugangst mehr, konnte das wirklich genießen und hat so eigentlich wieder seine Stärke gefunden.

00:32:56: Und das größte Volkserlebnis war für mich aber ein anderes, wo er dann das erste Mal gesagt hat, dass er angstfrei einkaufen gehen konnte, keinen Stress mehr hatte da.

00:33:05: Das war für mich dann fast das größere.

00:33:08: Erfolgserlebnis, als er dann in die USA geflogen ist, weil das so der erste große Schritt gewesen ist, wo ihm Sicherheit gegeben hat.

00:33:17: Und Ängste haben nichts damit zu tun gehabt, weil er nicht gut war oder schlecht war oder zu schwach war, sondern irgendwann hat er eine Abzweigung falsch genommen und dadurch wurden dann die Ängste immer mehr und immer größer.

00:33:31: Man kann sagen, Ängste zu bekommen kann auch eine falsche Angewohnheit sein.

00:33:36: Der erste Schritt von dir war die Stabilität der Energiefelder.

00:33:39: War es auch wichtig, dass er an dieser Stabilität arbeitet?

00:33:45: Nein, das war nicht wichtig, dass er an der Stabilität arbeitet, weil gerade bei Ängsten ist man in so einer Überforderung drin, dass die Stabilität aus eigener Kraft fast nicht aufgebaut werden kann.

00:33:57: Das braucht, da müsste man zuerst in man selber macht, das ganze System beruhigen, wirklich in die Ruhe kommen und erst dann könnte man selber die Stärke aufbauen.

00:34:08: Und dadurch war aus meiner Sicht mit der Art, wie ich arbeite, mit der Energiefeldtherapie war, dass der schnellere Weg und er konnte sich dann darauf konzentrieren, sich seinen Ängsten in kleinen Portionen zu stellen.

00:34:20: Und darum ging das aus meiner Sicht auch relativ schnell, den man unterschätzt, Ängste.

00:34:25: Wenn sie viel in verschiedenen Bereichen vorkommen, dann ist das schon ein recht komplexes Thema, dass man leider nicht in ein, zwei Monaten in den Griff bekommt.

00:34:34: Ja, du meintest gerade, drei, vier Jahre hat das so gedauert, dieser ganze Prozess?

00:34:39: Genau, und das ist natürlich nicht, dass er drei, vier Jahre Ängste gehabt hat und dann ist er eines Morgens aufgewacht und hat dann keine mehr gehabt, sondern da hatte er eigentlich dann immer weniger Ängste und konnte dann auch immer mehr machen.

00:34:52: Ich glaube, so nach einem Jahr begann dann auch wieder seine Lebensqualität zurückzukommen und seine Lebensfreude dann wieder zu steigen.

00:35:02: Und dann gab es auch die Sicherheit, ich habe das geschafft, ich habe das geschafft, dann werde ich den Rest auch noch schaffen.

00:35:08: Sehr schöne Geschichte.

00:35:10: Und er war wahrscheinlich am Anfang auch nicht so stabil, deswegen hat das dann auch so lange gedauert, aber für jemand anderes könnte es ja viel schneller gehen.

00:35:18: Absolut, das gibt auch Leute, wo ich für die Ängste habe, wo es noch ein, zwei Monate oder nach drei Monaten gut ist.

00:35:25: Das kommt immer darauf an, wo das jemand steht, wo das jemand hingeht.

00:35:30: was die Problemstellung ist, und das ist ja das, was für mich die Arbeit zu spannen macht, dass jede Mensch mit einer eigenen Konstellation kommt, mit seiner eigenen Welt kommt, und man schauen muss, dass er in seiner eigenen Welt wieder in seine Kraft hineinfindet.

00:35:45: Rico, zum Abschluss möchte ich gerne nochmal die drei wichtigsten Dinge zusammenfassen, die jemand vielleicht mit der Angst vor der Angst wissen sollte.

00:35:52: Also zuallererst, die Angst vor der Angst ist genauso normal wie Freude.

00:35:57: Oder Glück.

00:35:58: es ist Teil unseres Lebens.

00:36:00: also es ist jetzt nichts Schlimmes oder man ist damit nicht alleine.

00:36:05: Die Angst vor der Angst ist aber trotzdem real.

00:36:07: also sollte trotzdem auch ernst genommen werden egal wie wie klein es in Häkchen scheint.

00:36:14: und dabei ist die super Kraft sagen wir mal die kleinen Schritte sich zu unterfordern und Schritt für Schritt sich immer mehr.

00:36:22: Sachen trauen und schauen, wie weit bin ich, dass ich den nächsten Step nehmen kann.

00:36:28: Ich hoffe, das war eine gute Zusammenfassung.

00:36:32: In der nächsten Folge sprechen wir dann darüber, wie man tiefsetzende Ängste und Phobien überwindet, auch aus eigener Kraft.

00:36:38: Also bleibt dran und vielen Dank, Rico, für diese spannende Folge.

00:36:51: Habt Mut und nimmt kleine Schritte.

00:36:54: Und dann wird ganz viel möglich sein, was vielleicht heute noch nicht möglich ist.

00:36:59: Es gibt Wege, mit ihr umzugehen und ihr Schritt für Schritt damit auch die Macht zu nehmen.

00:37:05: Das heißt, Ängste sollte man ernst nehmen, aber man sollte ihnen nicht zu viel Raum geben.

00:37:10: Bleibt in eurer Kraft, bleibt stark, bis bald euer Energievertrag erbeut.

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